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EES in Europa: Digitale Registrierung an Grenzen startet

Das EES-System ist am 10. April im Schengen-Raum gestartet. Eine neue digitale Ära an den Grenzen.

eSIMfo
April 12, 2026
88 Min.
EES in Europa: Digitale Registrierung an Grenzen startet
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Neue Ära für Reisen nach Europa: EES-System am 10. April in Kraft getreten

Ein neues Grenzsystem, das Millionen von Menschen auf Reisen nach Europa betrifft, ist in Kraft getreten. Das von der Europäischen Union entwickelte und lang vorbereitete Entry/Exit System (EES) wird seit dem 10. April 2026 im Schengen-Raum angewendet. Mit der Einführung des neuen Systems kam es vor allem an Flughäfen zu Verzögerungen, und viele Passagiere mussten in langen Warteschlangen ausharren.

Die Warnungen, die Behörden Tage zuvor ausgesprochen hatten, bestätigten sich am ersten Tag des Systems. Insbesondere an Flughäfen mit hohem internationalem Flugaufkommen verlängerten sich die Grenzübertrittszeiten durch die Einführung biometrischer Datenverarbeitung. Es wurde berichtet, dass einige Passagiere Wartezeiten von bis zu 2 bis 3 Stunden erlebten. Dies verdeutlichte, dass für Reisende nach Europa eine neue Ära begonnen hat.

Das EES-System gilt als einer der wichtigsten Schritte im Digitalisierungsprozess an den europäischen Grenzen. Mit der neuen Anwendung werden die Ein- und Ausreisedaten von Nicht-EU-Bürgern vollständig digital erfasst. Ziel ist es, die Fehlerquote bei manuellen Passkontrollprozessen zu eliminieren und die Grenzsicherheit zu erhöhen.

Eines der wichtigsten Merkmale des Systems ist die automatische Berechnung der seit langem geltenden „90 Tage Aufenthalt innerhalb von 180 Tagen“-Regel. Auf diese Weise werden Passagiere, die die Aufenthaltsdauer im Schengen-Raum überschreiten, sofort identifiziert und den zuständigen Stellen gemeldet. Dieser Prozess, der zuvor manuell verfolgt wurde, ist mit dem neuen System vollständig digitalisiert worden.

Eine der bedeutendsten Neuerungen des EES ist die Verpflichtung zur Abgabe biometrischer Daten. Nicht-EU-Bürger, die in den Schengen-Raum einreisen, müssen bei ihrer ersten Einreise neben ihrem Reisepass auch biometrische Daten wie Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto im System registrieren lassen. Diese Vorgänge werden insbesondere über an Flughäfen installierte Kiosk-Geräte durchgeführt.

Im neuen System beginnen Passagiere den Vorgang, indem sie ihren Reisepass an den Geräten einlesen lassen. Anschließend folgen die Fingerabdruck- und Gesichtserkennung. Darüber hinaus werden den Passagieren einige grundlegende Fragen zu ihrer Reise gestellt. Details wie Unterkunftsinformationen, Reisezweck und finanzielle Mittel werden vom System erfasst, um sie unter dem Aspekt der Grenzsicherheit zu bewerten.

Für Kinder unter 12 Jahren gibt es eine Ausnahme in der Anwendung. Von dieser Altersgruppe werden keine Fingerabdrücke genommen. Für alle anderen Passagiere bleibt die biometrische Datenerfassung jedoch obligatorisch.

Es wird angegeben, dass die gesammelten Daten für 3 Jahre im System gespeichert werden. Dies wird als wichtiger Vorteil gesehen, der dafür sorgt, dass die Prozesse bei künftigen Reisen schneller ablaufen. Gleichzeitig können Sicherheitsbehörden schnell auf vergangene Reisedaten zugreifen.

Eine weitere auffällige Änderung mit dem neuen System ist die Abschaffung des Abstempelns von Reisepässen. Da nun alle Ein- und Ausreisevorgänge digital registriert werden, erfolgt kein physischer Stempel mehr im Pass. Dies beseitigt insbesondere für Vielreisende Probleme wie das Volllaufen der Passseiten.

Im Rahmen des EES-Systems müssen Passagiere vor der Reise keinen Antrag stellen. Zudem wird für die Anwendung keine zusätzliche Gebühr erhoben. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das System von anderen digitalen Anwendungen, deren Einführung für die Zukunft geplant ist.

Der Andrang am ersten Tag des Systems zeigte, dass der Übergangsprozess Zeit in Anspruch nehmen wird. Da die biometrischen Datenvorgänge länger dauern als die klassische Passkontrolle, bildeten sich an vielen Flughäfen Schlangen. Auch der Gewöhnungsprozess der Passagiere an das System gehörte zu den Faktoren, die diesen Andrang verstärkten.

An einigen Flughäfen war zu sehen, dass das System noch nicht vollständig in Betrieb genommen wurde. Insbesondere an einigen Punkten in Städten wie Mailand und Lissabon wurde berichtet, dass die Anwendung nicht am selben Tag gestartet wurde. Dies zeigte, dass das EES-System europaweit schrittweise eingeführt wird.

In einer Erklärung der Europäischen Kommission wurde darauf hingewiesen, dass das System bei hohem Aufkommen in Stoßzeiten vorübergehend ausgesetzt werden kann. Es wurde mitgeteilt, dass diese flexible Anwendung bis September andauern könnte. Ziel ist es, den Übergang zum neuen System kontrolliert zu gestalten, ohne den Passagierfluss vollständig zu stoppen.

Hier sind die 29 Länder, in denen das „EES“-System gelten wird: Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden und die Schweiz.

Mit der Einführung des neuen Systems wird eine deutliche Erhöhung der Grenzsicherheit erwartet. Die Verwendung biometrischer Daten wird die Nutzung gefälschter Identitäten und Pässe erheblich erschweren. Gleichzeitig wird durch das zentrale Datensystem ein schneller Zugriff auf vergangene Reiseinformationen der Passagiere ermöglicht.

Allerdings weist das System auch einige Nachteile auf. Insbesondere die in der Anfangsphase erlebte Dichte und die langen Wartezeiten stehen als größtes Problem für die Passagiere im Vordergrund. Dass die biometrischen Datenvorgänge Zeit in Anspruch nehmen und die Nutzer noch nicht an das System gewöhnt sind, führt zu einer Verlängerung dieses Prozesses.

Auch die Schwierigkeiten bei der Anpassung an die Technologie ziehen Aufmerksamkeit auf sich. Insbesondere für ältere Passagiere oder Personen, die nicht an digitale Systeme gewöhnt sind, kann die Nutzung der Kiosk-Geräte von Zeit zu Zeit herausfordernd sein. Dies kann die allgemeine Bearbeitungszeit verlängern.

Angesichts all dieser Entwicklungen müssen Passagiere, die nach Europa reisen, einige Vorsichtsmaßnahmen treffen. Zunächst ist es von großer Bedeutung, früher als gewöhnlich zum Flughafen zu gehen. Bei internationalen Flügen kann es Verzögerungen verhindern, mindestens 3 Stunden vorher am Flughafen zu sein.

Wenn Passagiere ihre Reisepässe und Reisedokumente vorab bereithalten, können sie die Kiosk-Vorgänge schneller abschließen. Zudem hilft es, Fragen zügig zu beantworten, wenn Details wie Unterkunftsinformationen und Rückreisepläne bereitliegen.

Es ist auch sehr wichtig, die Anweisungen während des biometrischen Datenprozesses sorgfältig zu befolgen. Eine korrekte Durchführung der Fingerabdruck- und Gesichtserkennung stellt sicher, dass die Vorgänge reibungslos abgeschlossen werden.

Ein weiteres wichtiges Thema, auf das in diesem Prozess geachtet werden muss, ist die Kommunikation. Aufgrund des Andrangs an Flughäfen, Flugänderungen und Umleitungen ist es für Passagiere von großer Bedeutung, ständig in Verbindung zu bleiben.

An dieser Stelle rücken digitale Lösungen in den Vordergrund. Insbesondere auf Auslandsreisen ermöglicht ein schneller und ununterbrochener Internetzugang den Passagieren, den Prozess entspannter zu verwalten. Die eSIM-Technologie bietet großen Komfort, indem sie die Notwendigkeit einer physischen SIM-Karte eliminiert.

eSIMfo bietet seinen Nutzern auf Europa-Reisen schnelle und praktische Internetlösungen. Dank eSIM-Paketen, die innerhalb von Sekunden per QR-Code aktiviert werden, können Passagiere sofort nach der Landung am Flughafen auf das Internet zugreifen. Dies bietet insbesondere in Momenten hohen Andrangs einen großen Vorteil.

Fazit — Das digitale Zeitalter an den europäischen Grenzen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Grenzübertritt in Europa mit dem EES-System in eine vollständig digitale Ära eingetreten ist. Dieses neue System erhöht die Sicherheit und hat gleichzeitig einen neuen Gewöhnungsprozess für Passagiere eingeleitet. Mit der richtigen Vorbereitung, Zeitmanagement und technologischen Lösungen wird es möglich sein, diesen Prozess komfortabler und reibungsloser zu gestalten.

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